Ornithin in der Nahrung

Gleich vorneweg sei gesagt: Vegetarier haben es schwer. Ornithin kommt nur in Spuren in pflanzlicher Nahrung vor.
In bestimmten Nahrungsmitteln ist mehr vom L-Ornithin zu finden. Zu diesen gehören unter anderem auch:

  • Fisch
  • Fleisch
  • Eiern
  • Milch

Also genau in den Nahrungsmitteln, die ohnehin nur in Maßen genossen werden sollen und die viele Menschen schlicht vom Speiseplan gestrichen haben, meist im Namen der bewussten Ernährung.

Warum Ornithin wie und in welchen Mengen aus der Nahrung aufgenommen wird oder eben auch nicht, ist noch nicht ganz klar. Klar ist, dass der menschliche Körper die Vorkommen in pflanzlicher Nahrung schlechter nutzen kann als in tierischen Produkten.

L-Ornithin als Nahrungsergänzungsmittel?

Das klingt erst einmal komisch, aber es macht durchaus Sinn. Da Aminosäuren in der Regel mehr als nur eine Funktion erfüllen und für die unterschiedlichen Körperfunktionen verschiedene Wirkung entfalten kann. Für den Stoffwechsel ist es wichtig, dass Arginin mittels Wassereinlagerungen über den Umweg Ornithin zu Citrullin umgewandelt wird.

Aber L-Ornithin kann für Sportler interessant sein. Bei der synthetischen Herstellung von L-Ornithin geht man umgekehrt der Natur vor – man gewinnt es aus Arginin.

Die Aminosäure Arginin steht im Verdacht, die Ausschüttung von menschlichen Wachstumshormonen in der Hirnanhangdrüse anzuregen. L-Ornithin scheint das auch zu können. Allerdings kommt L-Ornithin in der menschlichen Nahrung nur in Spuren vor und kann auch nicht gut aufgenommen werden – es kann also sinnvoll sein, die Aminosäure in einer leicht umsetzbaren Form mit der Nahrung zu sich zu nehmen.

L-Ornithin AminosäureWas haben Wachstumshormone nun mit dem Sport zu tun? Das ist alles nicht ganz einfach. Die Wachstumshormone regen die Umwandlung von Fett in Energie an. Ganz banal formuliert: Wer Kinder hat, kennt das Phänomen.

Gerade in jungen Jahren haben die Kinder oft Pausbacken und speckige Arme und Beine. Plötzlich erscheinen sie unheimlich schlank und sind einige Zentimeter größer – ohne dass sie mehr gegessen hätten oder sonst irgendeine Veränderung aufgefallen wäre.

Der Körper hat Wachstumshormone ausgeschüttet, und die Fettpölsterchen sind verschwunden. Denn im Körperfett sind auch Vitamine und Spurenelemente eingelagert, die für das Zellwachstum und die Zellerneuerung gebraucht werden – es macht also Sinn, bei einem Wachstumsschub nicht auf Extrarationen aus der Nahrung zu warten, sondern schlicht die Reserven anzugehen.

Das können Erwachsene, die ihre Reserven loswerden wollen und gleichzeitig Muskulatur aufbauen wollen, für sich nutzen – mit dem Nahrungsergänzungsmittel L-Ornithin.

Optimale Zufuhr?

Die muss jeder für sich selbst herausfinden. Der menschliche Körper schüttet Wachstumshormone (die übrigens nicht nur wachsen lassen, sondern tatsächlich maßgeblich an der Zellerneuerung beteiligt sind) während der ersten 30 Minuten nach dem Einschlafen aus.

Wenn L-Ornithin optimal wirken soll und man den verlangsamten Verdauungsvorgang am Abend und in der Nacht bedenkt, sollte das Nahrungsergänzungsmittel kurz vor dem Einschlafen genommen werden. Manche Menschen berichten von einem erholsameren Schlaf, wenn sie L-Ornithin ergänzen, andere konnten das nicht bestätigen.
In der Regel empfiehlt man mehr als 500mg L-Ornithin pro Tag